Unsere Geschichte

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Matthäus 28:5-9

5 Der Engel wandte sich an die Frauen: “Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den
Gekreuzigten, sucht.
6 Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden, wie er es vorhergesagt hat. Kommt und seht  euch die Stelle an, wo er gelegen hat.
7 Dann beeilt euch, geht zu seinen Jüngern und sagt ihnen, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Er wird euch nach Galiläa vorausgehen, und dort werdet ihr ihn sehen. Diese Botschaft soll ich euch ausrichten.”
8 Erschrocken liefen die Frauen vom Grab weg. Gleichzeitig erfüllte sie unbeschreibliche Freude. Sie wollten sofort den Jüngern alles berichten, was sie erlebt hatten.
9 Sie waren noch nicht weit gekommen, als Jesus plötzlich vor ihnen stand. “Seid gegrüßt!”, sagte er. Da fielen sie vor ihm nieder und umklammerten seine Füße.

Ich habe viel darüber nachgedacht, ob ich diesen Blog schreiben soll oder nicht. Als ich dann eines morgens Matthäus 28;5-9 gelesen habe, bin ich auf etwas bestimmtes aufmerksam geworden. Gott hat diese Frauen auserwählt! Er hat sie auserwählt, um die Botschaft den Jüngern zu bringen. Sie gingen Erschrocken, doch mit unbeschreiblicher Freude.

Genau so geht es mir mit diesen Blog. Auf einer Seite habe ich Angst vor dem, was andere vielleicht dazu sagen werden, aber gleichzeitig bin ich voller Freude und hoffe, dass Leute sehen können, wie groß Gott in jeder Situation ist.
Auch wenn Gott nicht die Umstände und Probleme in unserem Leben ändert, hat er unser Herz gegenüber diesen Problemen verändert.

Ich sage nicht, dass es nicht schwer ist. Manchmal haben wir einfach keine Kraft mehr und sind total erschöpft, körperlich als auch emotional. Natürlich gibt es auch Momente in denen wir zu zweifeln beginnen, Momente in denen wir einfach weinen, aber am Wichtigsten ist, dass Gott immer zur richtigen Zeit Ermutigung und Trost bringt.

Durch diesen Blog will ich unser Leben, unsere Geschichte und unsere Reise mit Josua teilen. Ich hoffe das Gott Josua’s Geschichte verwendet um Leben zu verändern und andere, die das gleiche durchmachen, ermutigt!

Alles begann im Juni, als ich herausfand, dass ich schwanger war! Wir waren voller Freude und da es bereits die dritte Schwangerschaft war, hatten wir das Gefühl, dass die Zeit fliegt. Von Anfang an hat Gott ein tiefes Gefühl in mein Herz gesetzt, dass Josua etwas Besonderes sein wird, dass er ein Kämpfer für sein Reich sein wird. (Josua- der Herr ist mein Retter).

Die Wochen vergingen und ich fing an, ein komisches Gefühl zu haben, so als ob etwas nicht stimmte. Voller Unruhe ging ich immer zu den Arztterminen und war immer sehr erleichtert, als mir gesagt wurde, dass alles ok ist. Doch das blieb nicht lange so. Ungefähr in der zwanzigsten Woche sah der Arzt, dass die Hirnventrikel erweitert sind und der Kopf kleiner ist, als er sein musste. Ich hatte das Gefühl, dass alles um mich herum zusammenbricht….doch tief in meinem Herzen wusste ich, dass dieser Moment kommen wird. Ich realisierte in diesen Moment, dass Gott mich von Anfang an durch diese Unruhe und dieses Gefühl das ich hatte, auf diesen Augenblick vorbereiten wollte.
Nach diesen Neuigkeiten, begann eine Serie von Tests, Ultraschalls, Blutuntersuchungen …doch niemand wusste genau was es ist und wie es Josua beeinträchtigen wird.

Am 12. Februar 2016 kam unser kleines Wunder auf die Welt: 3.320 g; 49 cm und 33 cm Kopfumfang. Er hatte Schwierigkeiten sich anzupassen, wollte nicht berührt werden und hat seine Augen 3 Wochen lang gar nicht geöffnet. Er war 5 Tage lang auf der Kinderstation und ich alleine ohne Baby im Zimmer.

Meine Gefühle schwankten zwischen Freude und Traurigkeit.

Als wir aus dem Krankenhaus entlassen wurden, bekamen wir die Diagnosen Mikrozephalie, Muskelhypotonie, Microcorneea und Microophtalmus. ( Hinter einem Auge hat er auch eine Fehlbildung die bis zum Gehirn geht )

Nach 2 Wochen gingen wir in die Augenklinik wo uns gesagt wurde, dass er mit einem Auge gar nicht sehen und mit dem Anderen nur hell und dunkel unterscheiden wird. Da sein Kopf zu klein ist, wissen wir nicht, wie ihn das geistig beeinträchtigen wird. Wegen der Muskelhypotonie wissen wir auch noch nichts konkretes, aber er ist jetzt 8 Monate alt und er kann noch nicht selbständig seinen Kopf halten und Sitzen. Wir haben jede Woche Physiotherapie und können auch schrittweise eine Verbesserung sehen, aber es ist ein langer Prozess.

Er wurde auf CMV, Zika, Mukoviszidose, Trisomie 9,13 und 18 getestet. Wir sind Gott sehr dankbar, dass er keines davon hat. Die Ärzte vermuten aber trotzdem, dass es etwas genetisches ist. Auf die Ergebnisse von der Humangenetik warten wir noch.

Am Anfang hatten wir Angst, Panik und haben uns tausende Fragen wegen unserer Zukunft gestellt. Wie wird es sein? Was werden wir machen? Wochen lang habe ich nur geweint und Gott gefragt: Warum? Warum ausgerechnet wir ?

Danke an alle, die für uns gebetet haben! Eure Gebete und Unterstützung bedeuten uns viel. Ich hatte eine Zeit wo ich gar nicht beten konnte, aber andere Personen, Freunde und unsere tolle Gemeinde tragen uns bis heute im Gebet. Wir danken euch aus ganzem Herzen dafür.

Momentan geht es uns sehr gut. Josua ist ein sehr braves, zufriedenes, glückliches und liebes Kind. Er unterscheidet schon unsere Stimmen und freut sich wenn er uns hört. Am glücklichsten ist er, wenn ich, Papa oder seine großen Brüder mit ihm kuscheln.

Wir sind überzeugt, dass Gott einen Grund für alles hat. Josua hat bis jetzt schon mehr Leute auf die Knie gebracht, als andere in einen ganzen Leben. Wir lieben ihn sehr!
Wir glauben an einen allmächtigen Gott der Wunder tut und beten dafür, dass er auch in Josua´s Leben ein Wunder macht und ihn heilt.
Wird Gott ihn heilen? Das wissen wir nicht, aber wir wissen, dass sein Plan perfekt ist-egal was und wie Gott entscheidet.
In jeder Situation können wir darüber weinen und uns beschweren, oder wir können Gott verherrlichen und ihm vertrauen. Wir wollen, dass Gott in unserer Situation verherrlicht wird.

Wir haben uns nicht ausgesucht, dass das unsere Geschichte ist…aber Gott hat uns auserwählt!

Neben all den Sorgen und Krankheiten, ist es für uns eine Ehre, Josua´s Eltern zu sein. Seine Gegenwart füllt unser Haus mit Liebe.

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